Hinweis
Für Ausbildungsteilnehmende des MAPP-Instituts gelten Sonderkonditionen.
Das gesamte Curriculum ist zu einem reduzierten Preis von 3.100 € (statt 3.400 €) erhältlich.
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine der wenigen Psychotherapiemethoden, die als eigenständige Behandlungsmethode in der Psychotherapievereinbarung (§ 6) verankert ist. Die Methode wurde von Francine Shapiro entwickelt und hat sich in der Therapie von traumabedingten Folgestörungen als hochwirksame Technik etabliert. Wer EMDR in seiner psychotherapeutischen Praxis einsetzen und über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) abrechnen möchte, benötigt eine anerkannte EMDR-Ausbildung: mit Theoriemodulen, klinisch supervidierter Behandlungspraxis und abschließendem Zertifikat.
Das MAPP-Institut bietet in Kooperation mit dem Institut für Traumatherapie Berlin seit 2016, einer strukturierten Ausbildung in EMDR, die zur Beantragung der Abrechnungsgenehmigung bei der KV berechtigt. Die Ausbildung richtet sich an approbierte Psychotherapeut:innen sowie Psychotherapeut:innen in Ausbildung (PiA).
Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung in EMDR ist eine abgeschlossene Approbation als Psychologische:r Psychotherapeut:in oder eine ärztliche Approbation mit Psychotherapieausbildung. Ausbildungsteilnehmende mit Behandlungserlaubnis können die Theorieseminare bereits während ihrer laufenden Ausbildung belegen und sich so frühzeitig qualifizieren. Die Zertifizierung und damit die Abrechnungsgenehmigung bei der KV sind jedoch erst nach Approbation möglich.
Darüber hinaus wird für die Teilnahme die Bereitschaft zur Selbsterfahrung im Seminar vorausgesetzt sowie die Möglichkeit, nach dem Einführungsseminar eigenständige Traumatherapien durchzuführen.
Für Ausbildungsteilnehmende des MAPP-Instituts gelten Sonderkonditionen.
Das gesamte Curriculum ist zu einem reduzierten Preis von 3.100 € (statt 3.400 €) erhältlich.
Das achtteilige Curriculum Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT) mit EMDR und Vertiefungskurs ist nach den Richtlinien der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) konzipiert und akkreditiert. Es handelt sich hierbei um eine anerkannten Weiterbildung, die inhaltlich weit über die reine EMDR-Methode hinausgeht und ein fundiertes psychotraumatologisches Gesamtrepertoire vermittelt.
Das Curriculum umfasst 136 Fortbildungseinheiten (FE) in acht Teilen:
Das Curriculum wird am MAPP-Institut in Magdeburg sowie beim Institut für Traumatherapie in Berlin angeboten.
Einzelne Seminarteile sind nach Rücksprache mit dem Institut für Traumatherapie buchbar.
Das Curriculum Spezielle Psychotraumatherapie mit EMDR wird an zwei Standorten angeboten: direkt am MAPP-Institut in Magdeburg sowie beim Institut für Traumatherapie in Berlin. Beide Curricula umfassen dieselben acht Teile mit identischen Inhalten.
Veranstaltungsort
MAPP-Institut, Klausenerstraße 12, 39112 Magdeburg
Seminarzeiten
1. Tag 9:30–18:00 Uhr, 2. Tag 9:30–16:45 Uhr
| Teil | Datum | Inhalt | FE |
| Teil 1 | 18.–19. September 2026 | Grundlagen und Diagnostik | 17 |
| Teil 2 | 27.–28. November 2026 | Stabilisierung und Affektregulation | 17 |
| Teil 3 | 18.–19. Dezember 2026 | Akuttrauma und Hypnotherapeutische Methoden | 17 |
| Teil 4 | 13.–14. Februar 2027 | Traumabezogene Gedanken und Gefühle | 17 |
| Teil 5 | 24.–25. April 2027 | EMDR-Einführungskurs | 17 |
| Teil 6 | 05.–06. Juni 2027 | EMDR-Praxiskurs | 17 |
| Teil 7 | 28.–29. August 2027 | EMDR-Fortgeschrittenenkurs | 17 |
| Teil 8 | 09.–10. Oktober 2027 | Dissoziative Störungen (Vertiefung) | 17 |
Veranstaltungsort
Institut für Traumatherapie Oliver Schubbe, Carmerstraße 10, 10623 Berlin
Seminarzeiten
Samstag 9:30–18:00 Uhr, Sonntag 9:30–16:45 Uhr
| Teil | Datum | Inhalt | FE |
| Teil 1 | 26.–27. September 2026 | Grundlagen und Diagnostik | 17 |
| Teil 2 | 10.–11. Oktober 2026 | Stabilisierung und Affektregulation | 17 |
| Teil 3 | 07.–08. November 2026 | Akuttrauma und Hypnotherapeutische Methoden | 17 |
| Teil 4 | 05.–06. Dezember 2026 | Traumabezogene Gedanken und Gefühle | 17 |
| Teil 5 | 09.–10. Januar 2027 | EMDR-Einführungskurs | 17 |
| Teil 6 | 27.–28. Februar 2027 | EMDR-Praxiskurs | 17 |
| Teil 7 | 10.–11. April 2027 | EMDR-Fortgeschrittenenkurs | 17 |
| Teil 8 | 22.–23. Mai 2027 | Dissoziative Störungen (Vertiefung) | 17 |
Für die Beantragung der Abrechnungsgenehmigung gilt es folgende Bestandteile nachzuweisen:
Nach Abschluss aller Ausbildungsbestandteile werden die Nachweise beim MAPP-Institut eingereicht: Teilnahmebescheinigungen zur Theorieausbildung sowie die Bestätigung der Supervisor:innen über die erbrachten Behandlungs- und Supervisionsstunden. Das MAPP-Institut erstellt auf dieser Grundlage ein zertifiziertes Abschlusszertifikat (kostenpflichtig: 250 €), das zur Vorlage bei der Kassenärztlichen Vereinigung dient.
Mit diesem Zertifikat beantragen Psychotherapeut:innen die Abrechnungsgenehmigung für EMDR bei der KV. Die Genehmigung gilt für die Richtlinienverfahren, für die zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits eine Fachkundegenehmigung vorliegt, also für Verhaltenstherapie (VT) oder Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP).
Das Curriculum schließt zusätzlich mit dem DeGPT-Zertifikat „Spezielle Psychotraumatherapie“ ab – sofern eine DeGPT-Mitgliedschaft besteht und 20 UE Supervision eigener Behandlungsfälle nachgewiesen werden.
Bitte beachten: Vor Beginn der Behandlungsstunden muss ein Qualifizierungsvertrag mit dem MAPP-Institut abgeschlossen sein. Bei Ausbildungsteilnehmenden kann die Zertifizierung erst nach der Approbation erfolgen.
Für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen ist EMDR ein zunehmend relevantes Thema: Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat im März 2026 beschlossen, dass EMDR zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) als wissenschaftlich anerkannte Psychotherapiemethode gilt. Damit ist die Wirksamkeit durch eine hinreichende Anzahl methodisch hochwertiger Studien belegt.
Wichtig zu wissen: Die sozialrechtliche Anerkennung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) steht für den Kinder- und Jugendlichenbereich noch aus. EMDR kann bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen aktuell noch nicht im Rahmen eines Richtlinienverfahrens abgerechnet werden. Ein G-BA-Bewertungsverfahren ist der nächste erforderliche Schritt.
Für KJP, die sich frühzeitig für traumaspezifische Arbeit qualifizieren möchten, ist die EMDR-Ausbildung dennoch bereits jetzt sinnvoll: Sie schafft eine fundierte methodische Grundlage, die bei einer späteren sozialrechtlichen Anerkennung unmittelbar in die eigene Praxis zu integrieren ist. KJP können am Curriculum des Instituts für Traumatherapie teilnehmen und erhalten eine Teilnahmebescheinigung.
Die Kursgebühren für die Theorieseminare fallen beim Institut für Traumatherapie Berlin an. Die Verwaltungsgebühr für das abschließende Zertifikat wird vom MAPP-Institut erhoben.
Die Anmeldung zum Curriculum erfolgt ausschließlich über die zum Download bereitstehenden Flyer — jeweils einen für den Standort Magdeburg und einen für den Standort Berlin. Die ausgefüllten Anmeldeformulare senden Sie direkt per Fax oder Post an das Institut für Traumatherapie Berlin.
Wenn Sie den EMDR-Zusatz zur Fachkunde über das MAPP-Institut erwerben möchten, melden Sie sich bitte vor der Kursbuchung beim MAPP-Institut an und schließen Sie einen Qualifizierungsvertrag ab.
Senden Sie hierzu bitte einen aktuellen Lebenslauf mit Lichtbild, Ihre Approbationsurkunde sowie Ihren Fachkundenachweis an bewerbungsmanagement@mapp-institut.de.