Magdeburger Ausbildungsinstitut für Psychotherapeutische Psychologie

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Heidi Zorzi – Traumabezogene Spieltherapie (tbSpTh)

Diese Fortbildung findet aufgrund der großen Nachfrage und mit Empfehlung von Frau Dorothea Weinberg vom 10.11. – 11.11.2018 erneut statt. Sie umfasst 16 Unterrichtseinheiten, in denen die traumapsychologischen Grundlagen der Behandlungsmethodik vermittelt werden.

Dozentin: Dipl.-Psych. Heidi Zorzi

Zeiten: Samstag: 9.00 Uhr – 18.00 Uhr   und   Sonntag: 9.00 Uhr – 15.30 Uhr

Veranstaltungsort: MAPP-Institut, Klausenerstr. 12/15, 39112 Magdeburg

Kosten:                280 Euro (10%  Frühbucherrabatt bei Überweisung der Kursgebühr bis mindestens 8 Wochen vor Kursbeginn).                           

Inhalt:

Bei der „Traumabezogenen Spieltherapie“ handelt es sich um eine von  der Nürnberger Diplom-Psychologin und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Dorothea Weinberg entwickelte psychotherapeutische Methode zur Behandlung komplexer Traumatisierungen (z.B. langzeitige Misshandlungen, emotionaler bzw. sexueller Missbrauch u.ä.) bei Kindern.

Die Behandlung kann im ambulanten Therapiesetting angewandt werden, wenn das Kind in einem mittlerweile geschützten und sicheren Umfeld lebt und Menschen um sich hat, die sich für es verantwortlich fühlen und es stabilisieren können.

Die „Traumabezogene Spieltherapie“ kann als eine Weiterentwicklung der personenzentrierten Spieltherapie (Rogers, Axline u.a.) verstanden werden.

Während die Grundvariablen der personenzentrierten Psychotherapie (empathisches Verstehen, Verbalisieren inneren Erlebens, bedingungslose Wertschätzung, Echtheit und Kongruenz) auch in diesem Setting die Basis der Arbeit darstellen, stellt sich im Spiel mit traumatisierten Kindern die Notwendigkeit zusätzlicher, gezielter, impliziter und expliziter Interventionen.

In der Arbeit mit traumatisierten Kindern kann es während vieler Therapiestunden zu endlosen, immer gleichen Wiederholungen von Spielhandlungen ohne eigentliche inhaltliche Entwicklung sowie zu abrupten Spielabbrüchen bei Überflutung und/oder Dissoziation kommen.

Die meisten komplex traumatisierten Kinder zeigen zu Beginn automatisierte und wenig differenzierte Verhaltensmuster, ihre Angst und Verzweiflung nimmt bei zunehmendem Spiel häufig eher zu als ab und es kann ungewollt zu Retraumatisierungen kommen. Mitunter vertiefen sich diese Kinder derart in eine Spielsequenz, dass sie während der Spielstunde dissoziieren oder zu dissoziieren drohen. Die klassische personenzentrierte Spieltherapie greift hier oft nicht, weil sie dem traumatisierten Kind zum einen zu unklaren und wenig sicherheitsfördernden Rahmen bietet und traumaspezifische Spielsequenzen nicht gezielt unterbricht oder moduliert.

 

Wichtige Prinzipien der „Traumabezogenen Spieltherapie“ nach D. Weinberg sind:

 - Klärung der Regeln im Spielzimmer

- expliziter Wechsel von der 2. auf die 1. Realitätsebene

- konkrete Klärung und Ausformung der Rollen und Spielorte

- der reale Aufbau von Sicherheit im Therapiezimmer („sicherer Ort“)

- der therapeutische Aufbau „guter innerer Instanzen“

- die konkrete Einführung von Helferfiguren

- der therapeutische Aufbau von Grenzen

- die Würdigung der totalen Hilflosigkeit

- die spieltherapeutische Inszenierung der (auch körperlichen) Heilung

- das explizite Deutlichmachen des Unrechtcharakters des Erlebten

- die implizite Arbeit mit Spaltungen

- die explizite Arbeit mit Spaltungen

- die explizite Trauma-Rekonstruktion und Überwindung traumatischer Bilder

- die Aufklärung und Unterstützung der Bezugspersonen bzgl. traumaspezifischer Verhaltensmuster und Befindlichkeiten des Kindes

 

Vor allem die zuletzt genannten Interventionen auf Kinderebene erfolgen in der Regel nach einer langen Phase des Beziehungsaufbaus und der Stabilisierung. Es wird sich also in der Regel um einen (im Gegensatz zur STI) längerfristigen Therapieverlauf handeln. Wichtige Schwerpunkte sind dabei auch die diagnostische Anfangsphase (wie wurde das Trauma bisher innerpsychisch verarbeitet?) sowie der Abschied („ein gutes Ende finden“).

Die Methode ist für Kinder vom etwa 3. bis 12. Lebensjahr geeignet, einzelne Interventionen lassen sich aber auch gut mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie den Bezugspersonen selbst durchführen.

 

Literatur: Dorothea Weinberg: Traumatherapie mit Kindern. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart 2005

 

Zur Person:                       

Frau Heidi Zorzi ist Dipl. Psych. mit eigener Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (tiefenpsychologisch fundiert) in Regensburg. Bereits in ihrer Arbeit als forensische Sachverständige hatte sie mit traumatisierten Kindern zu tun. Es folgte die Weiterbildung bei Frau Dorothea Weinberg in der Methode „Traumabezogene Spieltherapie“. Seit 2005 ist sie als Dozentin an verschiedenen Instituten tätig und gibt diese Methode kombiniert mit anderen traumatherapeutischen und -fokussierenden Herangehensweisen weiter.

 

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Hinweise

Bitte beachten Sie die Informationen zur Anmeldung.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen zur Verfügung:

MAPP-Fortbildung
c/o Alexandra Karras c/o Anja Thiem  
Klausenerstr. 12
39112 Magdeburg

E-Mail: fortbildung [at] mapp-institut [dot] de